Bodenpersonal gesucht
Zwischen Klassik und Pop

Matthias Nagel, Popkantor

Für mich stellt der Kirchenmusikberuf eine ausgesprochen erfüllende Tätigkeit dar:

Ich habe viel mit anderen Menschen zu tun, darf mich der musikalischen Kunst zuwenden, darf meine Schwerpunkte je nach persönlicher Neigung und musikalischer Ausrichtung setzen und ich darf die gemeindeeigenen Instrumente nutzen. So kann ich an einer lebendigen und praktischen Umsetzung der biblischen Verkündigung mitarbeiten. Gute Voraussetzungen für ein erfülltes Berufsleben!

Einige Gemeinden wünschen sich eine schwerpunktmäßige Ausrichtung hin zu so genannter populärer Kirchenmusik. Das ist Musik mit Jazz-/Rock-/Pop-/Gospel-Stilistik. Sie erfüllt zurzeit eine ganz wichtige Rolle in der Kirche: Sie zeigt den aktiven und passiven Kirchen-Interessierten, dass sich Kirche weiterentwickelt, dass sie nicht bei traditionellen Musikstrukturen und -stilen stehen bleibt, dass sie nach vorne schaut...

Gern singe oder spiele ich von meinem Glauben in groovigen Pattern und in aktuellen Sounds.

Für mich ist die so genannte Popularmusik eine ständige Verortung von Kirche in der Gegenwart! Gern singe oder spiele ich von meinem Glauben in groovigen Pattern und in aktuellen Sounds. Dabei wollen Rock/Pop und Kirchenband gar keine Konkurrenz zur klassischen Pfeifenorgel darstellen - sie wollen vielmehr der Orgel zurufen: „Schau her, liebe Orgel, wir haben auch was zu sagen. Du kannst dich bei einigen Liedern im Gottesdienst ein wenig ausruhen. Gleich bist du auch wieder dran. Gern können wir auch mal ein Stück gemeinsam probieren." So kann man mit der Kirchenmusik eine Brücke über viele hundert Jahre hinweg spannen.

Wer also Lust hat, Menschen musikalisch zeitgemäß-groovig anzusprechen, sollte überlegen, ob für ihn/für sie nicht der Kirchenmusikberuf in Frage kommt!

Kirchenmusik-Student