Bodenpersonal gesucht
Interessant, vielfältig, herausfordernd.

Tomke Weymann, Pfarrerin

Ich besuche und begleite Patienten, ihre Angehörigen und Freunde und komme mit den Mitarbeitern in der Klinik ins Gespräch.

Ich bin Krankenhausseelsorgerin an der Uniklinik in Münster. Dabei sehe und begegne ich Menschen in sehr unterschiedlichen, für sie oft neuen und extremen Lebenssituationen: kleinste, schon mit der Geburt erkrankte Kinder, heranwachsende Mädchen und Jungen auf der Herzstation oder in der Kinderonkologie, werdende Eltern in der Pränataldiagnostik, Patienten mit seltenen Tumorerkrankungen und in Notfallsituationen.

Schon im Studium hatte ich den großen Wunsch, einige Zeit in der Krankenhausseelsorge zu arbeiten. Dass ich zehn Jahre und am liebsten noch länger dort tätig sein würde, hatte ich aber nicht gedacht! Mit Krankheit, Krankenhaus, Geburt und Sterben hatte ich zuvor nicht viel zu tun. Mich haben das Studium quer durch die Geschichte von Gott und den Menschen und die Auseinandersetzung mit Glauben und Wissenschaft, mit existenziellen Themen in Theologie und Seelsorge und ethischen Fragen am Anfang und Ende des Lebens neugierig gemacht.

Ich wollte möglichst nah mit Menschen heute und allen ihren Lebensfragen zu tun haben: ihren Hoffnungen, ihrer Not und Enttäuschung, ihren Sorgen und Wünschen, ihren Beziehungen, ihrem Glauben und Suchen nach Sinn. In der Krankenhausseelsorge habe ich genau das gefunden. Ich besuche und begleite Patienten, ihre Angehörigen und Freunde und komme mit den Mitarbeitern in der Klinik ins Gespräch. Menschen vertrauen mir sehr wichtige persönliche Erfahrungen, Gedanken und Gefühle an. Manchmal sprechen sie diese das erste Mal aus! Das sind auch für mich sehr berührende Momente.

Krankenhausseelsorge heißt für mich, den Kranken und Besorgten an der Seite zu bleiben.

Ich erlebe, dass Seelsorge dazu beitragen kann, dass jemand eine neue Perspektive für sich und sein Leben entdeckt - oder dass ein Trost, eine Hoffnung und vielleicht Gott spürbar wird. Manchmal kann jemand beruhigter sterben oder endlich einmal weinen.. Manchmal lernen Eltern mit ihrem schwer erkrankten neugeborenen Kind zu leben. Andere schätzen das offene Gespräch über wichtige ethische Entscheidungen. Ich mag es, diese auf den ersten Blick eher unscheinbaren, feinen Prozesse begleiten zu dürfen - auch wenn ich manchmal selbst nichts mehr zu sagen weiß vor lauter Unglück.

Krankenhausseelsorge ist für mich ein „den Kranken und Besorgten an der Seite bleiben“ in Anlehnung an Jesus, der sich den Menschen bis in sein Sterben an die Seite gestellt hat und mitgegangen ist. Seelsorge im Krankenhaus ist für mich auch ein Einstehen für Verletzlichkeit, Fürsorge und Menschenwürde in einer zunehmend aufs Funktionieren und Starksein ausgerichteten Gesellschaft. Nicht zuletzt mag ich es, dass mein eigenes Lebens- und Gottvertrauen hier immer wieder herausgefordert ist, sich neu zu finden und dabei tiefer und echter geworden ist.

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Bericht: Gemeindepraktikum

Daniel Freitag wollte wissen, wie der Arbeitsalltag eines Pfarrers / einer Pfarrerin aussieht. Deshalb hat er in Dortmund ein Gemeindepraktikum gemacht.

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Gemeindepfarrer

Gemeindepfarrerin