Bodenpersonal gesucht
Viele Fragen ohne fertige Antworten

Reli auf Lehramt studieren

Eins ist klar: Wer Lehrer oder Lehrerin werden will, sollte erst einmal Freude daran haben, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und ihr Interesse für den Unterrichtsstoff zu wecken.

Es ist schon ein anspruchsvoller Beruf, denn Lehrerinnen und Lehrer sind mit ihrer ganzen Persönlichkeit gefordert: Sie müssen bereit sein, sich den Fragen der jungen Generation zu stellen, ohne auf alles gleich fertige Antworten parat zu haben.

Das gilt für alle Fächer, aber umso mehr im Religionsunterricht. Die Schülerinnen und Schüler werden fragen, was Du eigentlich glaubst. Sie wollen dann keine Formeln hören, sondern eine authentische Auskunft, was der Glaube mit dem Leben zu tun haben könnte. Dabei müssen Zweifel keineswegs ausgeblendet werden.

Der Religionsunterricht ist in Deutschland an eine Konfession (Bekenntnis) gebunden. Denn wer Religion aus einer bewussten eigenen Haltung heraus lehrt, ist „glaub-würdiger“, als wenn er nur neutral darüber reden kann. Er oder sie unterrichtet im ausdrücklichen Auftrag seiner Kirche, die ihm damit den nötigen Rückhalt gibt. Dabei geht es allerdings nicht um Missionierung oder Verkündigung letzter Wahrheiten, sondern um Information, Auseinandersetzung und Verständnishilfen.

Die konkreten Aufgaben sind je nach Schulform oder -stufe verschieden: In der Grundschule bemühst Du Dich darum, die Kinder religiös zu "alphabetisieren", sie mit biblischen Geschichten und christlichen Symbolen, Ritualen und Festen bekannt zu machen. In höheren Klassen werden vielfach Fragen erörtert, wie junge Menschen ihr eigenes Leben gestalten können. Was hat für sie "religiöse" Bedeutung? Wie können sie Konflikte gewaltfrei lösen? Und es kommen gesellschaftliche Themen zur Sprache: Ob Gentechnik, Umweltzerstörung oder Globalisierung – wer sich ein Urteil dazu bilden will, sollte sich auch mit christlichen Positionen auseinandersetzen.

Perspektiven

Neben Religion unterrichten die einzelnen Lehrer und Lehrerinnen noch ein oder zwei andere Fächer. Du hast die Chance, zwei Fächer, in die Du gerne tiefer einsteigen willst, zu wählen. Oder Fächer mit ganz unterschiedlichem Zugang zur Welt. Für die späteren Beschäftigungschancen ist die Kombination mit einem Hauptfach oder einem Mangelfach gut. Reli wird in allen Schulformen unterrichtet: in Grundschulen, Haupt-, Real- und Gesamtschulen, in Förderschulen, an Gymnasien und in Berufskollegs.

Ausbildungswege

Evangelische Religion auf Lehramt kannst Du in Westfalen an sechs Universitäten studieren. Anschließend kommt das Referendariat mit der Staatsprüfung.

Mehr Infos: Wege zum Ziel



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